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Willkommen

Wie auch immer Sie hierher gefunden haben mögen, ich heiße Sie recht herzlich willkommen auf dieser Seite, auf der ich die Erinnerungen meines Vaters an seine Jugend festhalten möchte.

Ich bin im Jahr 1958 als drittes Kind zur Welt gekommen. Meine beiden älteren Schwestern sind 1952 und 1954 geboren. Mein jüngerer Bruder ist ein Nachzügler, der im Jahr 1972 geboren ist.

Mein Vater ist ein sehr vielbeschäftiger Mensch und in unserer Kindheit und Jugend hatten wir leider nicht sehr viel von ihm. Er hat hart gearbeitet um uns ein gutes Leben zu ermöglichen. Und so gibt es eigentlich nicht viele schöne, gemeinsame Erinnerungen. Aber eine Erinnerung ist uns Kindern allzeit gegenwärtig: seine Erzählungen über die Kriegsgefangenschaft, die er im russischen Murmansk schon in früher Jugend verbringen musste. Sie hat ihn geprägt und ohne diesen Krieg wäre unser Vater sicher ein anderer Mensch geworden. Er musste durch die Hölle gehen und alles, was später in seinem Leben folgte, war unwichtig und nichts im Vergleich zu dem, was er ertragen musste.

Uns Kindern ist es immer schwer gefallen, uns in ihn hineinzudenken. Zu verstehen, warum er immer wieder von dieser Zeit sprechen muss. Und so hat er sich eines Tages hingesetzt und ein Buch über seine Erlebnisse niedergeschrieben.

Diese Erzählungen möchte ich auf dieser Webseite veröffentlichen. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Menschen, der daran Interesse hat und ggf. dadurch ein besseres Verständnis für die Menschen findet, die noch fast Kinder waren, als sie unter den Folgen eines schrecklichen Krieges leiden mussten.

Eines sollte man bedenken, wenn man die Schilderungen liest: die Ereignisse sind so niedergeschrieben, wie sie mein Vater damals erlebt hat, ohne das Wissen der Dinge, das man heute hat. Denn damals brauchten Nachrichten doch sehr lange, bis sie zu den Menschen gelangten. Zwischen den persönlichen Erlebnissen sind immer wieder Informationen über die historischen Ereignisse eingefügt, wie sie später in Lehrbüchern und durch Historiker geschildert wurden. Auf der einen Seite steht also das Erlebte, auf der anderen Seite die Realität, wie sie später dann dargestellt wurde.